Mitarbeiter auf Facebook: Handlungsbedarf für Unternehmen?

Immer mehr Unternehmen setzen in Marketing und Kommunikation auf Social Media. Auch Mitarbeiter nutzen soziale Medien – zum Teil auch während der Arbeitszeit. Wie sollen Unternehmen damit umgehen? Darum geht es bei einer Veranstaltung, die am Dienstag, 10. Juli 2012 von 19:00 bis 21:30 Uhr bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben in Weingarten stattfindet.

Entsprechende Richtlinien schützen sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter. Genauso helfen sie, eine erfolgreiche Kommunikation sicherzustellen. Sie definieren den Rahmen der privaten und der beruflichen Kommunikation in sozialen Medien und dienen Mitarbeitern sowohl als Orientierung als auch als Motivation – denn jeder Mitarbeiter ist ein wertvoller Botschafter des Unternehmens. Doch wie lässt sich eine Regelung im Unternehmen konkret umsetzen? In meinem Vortrag setze ich mich mit dieser Frage auseinander und bringe dafür einige Beispiele mit. Ein zentrales Praxisbeispiel ist die Vorgehensweise der Tognum AG in Friedrichshafen.

Tognum_ihk

Ich freue mich ganz besonders darüber, dass zwei Expertinnen von ihren Erfahrungen im Umgang mit der Erstellung von Social Media Guidelines berichten: Julia Löffelsend, Sprecherin Wirtschafts- und Finanzmedien im Bereich Unternehmenskommunikation und Marketingkommunikation der Tognum AG, und ihre Kollegin Anika Kannler, Social-Media-Koordinatorin und Onlineredakteurin des Unternehmens.

Die Vorträge umfassen folgende inhaltlichen Schwerpunkte:

  • Worst Cases: Verbreitung unternehmensschädlicher Äußerungen in Social Media
  • Private Internetnutzung am Arbeitsplatz
  • Was ist eine Social Media Policy?
  • Was sind Social Media Guidelines?
  • Unternehmen mit Social Media Guidelines
  • Best Practice: Einführung von Social Media Guidelines – ein Praxisbericht von Tognum
  • Nutzertypen und Medienkompetenz
  • Handlungsempfehlungen und Tipps für die Erstellung von Richtlinien
  • Diskussion

Infos:
Jürgen Schatz, Tel. 0751 / 409-153
schatz@weingarten.ihk.de

How quickly time flies (1992-2012)

Es war genau heute vor 20 Jahren. Im Bereich Public Relations der Unternehmensgruppe Breuninger in Stuttgart, einem "Kaufhaus, das durchaus in Atlanta oder Dallas anzusiedeln wäre" (AVIS' Best of Germany) begann ich mein 18-monatiges PR-Volontariat. First Contact in Public Relations.

Breuninger

Helmuth H. Bohnenstengel, der damalige PR-Chef und Promotion-Manager von Breuninger, war der Garant für einen hohen Praxisbezug. Er selbst hatte 1962 noch unter Heinz Breuninger begonnen, zunächst als Einkäufer für Bücher und Schallplatten. In dieser Funktion begründete er die bis heute fortgeführte Tradition von Signierstunden und Lesungen. Heinz Breuninger hatte schon früh Bohnenstengels Organisationstalent sowie sein Händchen für prominente Gäste erkannt und übertrug ihm in der Folge die gesamte Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen.

Leute

V.l.n.r.: Karlheinz Böhm, Michael Ende, Lionel Hampton, Birgit Schrowange

Highlights meines Volontariats waren Begegnungen mit Prominenten wie Karlheinz Böhm, der in Sachen "Menschen für Menschen" bei Breuninger war, mit Michael Ende, Uwe Seeler und dem gesamten VfB Stuttgart. Auch ein Mega-Event, das ich mitorganisieren durfte, zählte zu den Höhepunkten: Die BIG USA SHOW, eine dreiwöchige Aktion mit einer Eröffnungsparty in der Stuttgarter Karlspassage, auf der die Jazz-Legende Lionel Hampton mit seinem Orchester spielte. Birgit Schrowange führte damals durch das Programm.
 
An Breuninger denke ich gerne zurück. Es war der Auftakt zu erstaunlich vielfältigen und wertvollen Erfahrungen, die ich bisher machen durfte. Dafür bin ich dankbar und schon sehr gespannt auf die nächsten zwei Jahrzehnte.

 

Recruiting mit Social Media - Facebook, Twitter & Co. im Personalmarketing

Die Nachfrage nach Fachkräften hat ein Rekordniveau erreicht. Schon in diesem Jahr werden allein in Baden-Württemberg rund 230.000 Fachkräfte fehlen. In der Region Bodensee-Oberschwaben fehlen 12.000, in der Region Hochrhein-Bodensee fehlen 8.000 Fachkräfte. Wie können sich Unternehmen für die sinkende Zahl an Bewerbern attraktiver machen? Ein IHK-Geschäftsführer gab Anfang Februar 2012 ein richtungsweisendes Interview.

Unter dem Motto "Dem Nachwuchs auf der Spur - Mit innovativen Konzepten den Fachkräftebedarf decken" lädt die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben zu einem Unternehmerfrühstück mit anschließenden Vorträgen ein.

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Wie Unternehmen mit systematischem und geplantem Vorgehen ein erfolgreiches Konzept für den Einsatz von Social Media in der Personalarbeit aufstellen können, erfahren Interessierte am Dienstag, 25. September 2012.

Mit den sozialen Netzwerken hat das Tempo im Recruiting zugenommen. Social-Media-Plattformen wie Xing, LinkedIn, aber auch Facebook und Twitter etablieren sich neben Zeitungen/Zeitschriften und Online-Jobbörsen als dritte Säule bei der Mitarbeitersuche. Selbst YouTube wird mittlerweile bei der Rekrutierung von Nachwuchs eingesetzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um B2C- oder B2B-Unternehmen handelt. Worauf es beim Zusammenspiel von Unternehmenskommunikation und Personalarbeit ankommt, erläutere ich in dieser Veranstaltung.

Anmeldung: IHK Bodensee-Oberschwaben

 

1. Wirtschaftsforum Singen mit Joachim Gauck und neun Workshops

Unter dem Thema Zukunft gestalten findet am Montag, 13. Februar 2012 das erste Wirtschaftsforum in der Stadthalle Singen statt. Angeboten werden an diesem Tag neun Workshops für Unternehmer und Führungskräfte.

Ich freue mich auf meinen Workshop für die IHK UNTERNEHMER AKADEMIE. Er befasst sich mit Erfolgskonzepten für das Online-Marketing und Social Media. Der Workshop wird an diesem Tag drei Mal angeboten (jeweils 10:35, 11:45 und 14:30 Uhr).

Ganz besonders freue ich mich auf den Abend des 13. Februar. Um 18:30 Uhr ist Joachim Gauck zu einem öffentlichen Vortrag über das Thema Freiheit als Verantwortung mit anschließender Podiumsdiskussion zu Gast in der Stadthalle.

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Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung der Stadt Singen sowie die Kultur und Tourismus Singen mit dem Label Singen Congress. Der Vortrag von Joachim Gauck kann in Verbindung mit den Workshops gebucht werden. Anmeldungen für die Workshops unter der Telefonnummer 07731/85-554 oder per E-Mail an marketing.stadthalle@singen.de.

Social Media Revolution

Die Sammlung an beeindruckenden Zahlen und Fakten von Socialnomics zeigt das rasante Wachstum des Social Webs und visualisiert die “Revolution” im Internet.

 

 

Keep it short and simple

Die in deutschen Telefonzellen platzierten Schilder mit roter Aufschrift waren unübersehbar:

Fasse_dich_kurz

"Fasse dich kurz" mahnten sie bis in die 1970er Jahre.  Auch heute, weit nach der Blütezeit der gelben Fernsprechhäuschen gilt: "Brevity is the soul of wit". Im Deutschen sagen wir: "In der Kürze liegt die Würze". Bei Twitter gilt diese Devise bei maximal 140 Zeichen seit 2006. Waren Internet-Adressen vorher ellenlang, bestehen sie jetzt nur noch aus wenigen Buchstaben und Zahlen: http://bit.ly/jAwIpL Auch auf Facebook haben Beiträge mit 80 oder weniger Zeichen eine um 27% höhere Engagement Rate, hat eine Studie gezeigt. Hier wird einmal mehr deutlich, dass es eine Kunst ist, sich kurz zu fassen und zugleich verständlich und gut auszudrücken. "Keep it short and simple!", heißt die zeitlose Devise - erst recht in einer sich beschleunigenden Medienwelt.

Wie Mitarbeiterbindung funktioniert

Der Fachkräftemangel heizt den "War for talent" an – es liegt an den Unternehmen, sich möglichst einzigartig und glaubwürdig gegenüber potentiellen Bewerbern zu positionieren. Hier kommt die Arbeitgebermarke, neudeutsch auch "Employer Brand", ins Spiel.

Eine Maßnahme, die viele Unternehmen unterschätzen, ist die Bindung der bereits vorhandenen, qualifizierten Mitarbeiter. Dabei geht es nicht nur um Fluktuation. Mangelnde Bindung zeigt sich bereits in Verunsicherung, Identifikationsverlust, destruktivem Verhalten und passivem Widerstand.

Im April hat die Online-Stellenbörse JobScout24 knapp 1.200 Nutzer gefragt:

 "Womit könnte Ihr Arbeitgeber Sie am ehesten langfristig an sein Unternehmen binden?"

Mitarbeiterbindung

Ganz weit oben auf der Wunschliste der Befragten stehen mit knapp 40 Prozent gutes Arbeitsklima und Wertschätzung, gefolgt von leistungsgerechter Bezahlung mit gut 30 Prozent. Rang drei belegt Familienfreundlichkeit mit immerhin fast 11 Prozent. Mit jeweils rund 5 Prozent weit abgeschlagen sind dagegen Maßnahmen wie materielle Zusatzleistungen, z.B. in Form eines Firmenwagens, Weiterbildung oder auch Sozialleistungen.

Dem Zusammenspiel von Unternehmenskommunikation und Personalarbeit wird bei der Mitarbeiterbindung noch viel Beachtung zu schenken sein. Kommunikativ kann die Arbeitgebermarke durch zahlreiche Maßnahmen unterstützt und weiterentwickelt werden. Die Ziele Interner Kommunikation sind Information, Motivation, Identitätsstiftung und Integration sowie die nach außen wirkende Botschafterfunktion. Solange auf Einheitlichkeit und Glaubwürdigkeit geachtet wird, sind der Kreativität dabei kaum Grenzen gesetzt. Ein offenes, kommunikationsfreundliches Klima und eine professionell organisierte interne Kommunikation fördern den Austausch von Informationen, erleichtern interne Abläufe, schaffen eine motivierende Arbeitsumgebung und lösen positive Verhaltensänderungen aus.

 

Fach-PR: Welche Beitragsarten für Fachmedien in Frage kommen

Innovative Lösungen verständlich und nutzenorientiert darzustellen, komplexe Antworten auf den Punkt zu bringen, das ist die Aufgabe von Fach-PR in der technologieorientierten Investitionsgüterindustrie. Die professionell organisierte Pressearbeit eines Unternehmens vermeidet dabei Werbetexte und orientiert sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Redaktionen. Sie weiß auch, welche Beitragsarten für welche Medien in Frage kommen.

Fachjournalismus_fach-pr
Quelle. Manfred Weise: Die Genres – Fachjournalismus und Fach-PR mit unterschiedlichen Interessen, in: Günter Bentele: PR für Fachmedien. Professionell kommunizieren mit Experten, UVK 2006

So stellt sich zumindest die Theorie dar, aber es mangelt auch heute noch an der praktischen Umsetzung. Manche PR-Abteilungen oder PR-Agenturen lancieren Beiträge ganz bewusst unter dem Deckmantel Fachartikel, weil sie glauben, so schneller an Platzierungen in der Fachpresse zu gelangen. Nicht selten geht man dabei fälschlicherweise von einer mangelnden Skepsis beziehungsweise Kritikfähigkeit seriös arbeitender Fachredaktionen aus, die in aller Regel sehr wohl zwischen den gängigen Genres zu unterscheiden wissen.

Fachartikel, Anwenderbericht, Success Story und Produktbericht sind eigene Textsorten und werden, je nach PR-Strategie, für verschiedene Zwecke ein gesetzt. Ein Unternehmen sollte sich daher über die unterschiedlichen Bedeutungen der Beiträge und ihrer Verortung im journalistischen Koordinatensystem im Klaren sein.

Erst wenn dies der Fall ist und wenn feststeht, welche Rolle ein solcher Beitrag für die eigene PR-Arbeit einnimmt, werden Fehler vermieden. Dann ist die Gefahr gebannt, den sowieso schon unter Zeitdruck stehenden Redaktionen Beiträge wahllos nach dem Gießkannenprinzip anzubieten.

 

Lesen Sie dazu einen ausführlichen Beitrag von David Wolf.

Ortung des Weihnachtsmanns

Geolocation ist ein alter Hut, zumindest für NORAD (North American Aerospace Defense Command). Das ist eine gemeinsame Einrichtung der Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada. NORAD und seine Vorgängerorganisation CONAD (Continental Air Defense Command) begleiten den Weihnachtsmann auf seiner alljährlichen Reise seit 1955. Diese Tradition entstand aus einem Schreibfehler in einer Telefonnummer, mit der das Kaufhaus Sears Roebuck & Co. aus Colorado Springs für eine Weihnachtsmann-Hotline geworben hatte. Kinder, die diese Nummer anriefen, bekamen jedoch nicht den Weihnachtsmann ans Telefon, sondern wurden mit dem Stab des damaligen Oberbefehlshabers von CONAD verbunden. Der damalige Einsatzleiter, Colonel Harry Shoup, ließ daraufhin mit den Radarsystemen nach Anzeichen dafür suchen, dass der Weihnachtsmann seine Reise vom Nordpol in Richtung Süden angetreten hat. Jedem Kind, das bei NORAD anrief, wurde die aktuelle Position des Weihnachtsmanns durchgegeben – damit war eine Tradition geboren. Heute kann man sich die Route des Weihnachtsmanns nicht nur auf der NORAD-Website, sondern auch in Google Earth ansehen.
 

Ein Gespräch mit Berthold Leibinger

Berthold Leibinger hat aus einem kleinen schwäbischen Maschinenbauer eine technologisch führende Weltfirma gemacht. Sein Einfluss auf den Maschinenbau, der für den deutschen Exporterfolg so wichtig ist, und auf Unternehmen weit über die Branche hinaus kann kaum hoch genug eingeschätzt werden.

In seinem Lebensbericht erzählt er nun von seinen Wurzeln, seinen Erfolgen und seinen Überzeugungen.

Anlässlich der Buchpremiere in Stuttgart hatte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem früheren Chef und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden von Trumpf.

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About

Inhaber der PR-Agentur DIE PR-KANZLEI am Bodensee (www.pr-kanzlei.de), Beratung, Vorträge, Workshops, Lehrbeauftragter für PR, Marketing und Kommunikation an den Hochschulen München, Bamberg und Ravensburg.