1. Wirtschaftsforum Singen mit Joachim Gauck und neun Workshops

Unter dem Thema Zukunft gestalten findet am Montag, 13. Februar 2012 das erste Wirtschaftsforum in der Stadthalle Singen statt. Angeboten werden an diesem Tag neun Workshops für Unternehmer und Führungskräfte.

Ich freue mich auf meinen Workshop für die IHK UNTERNEHMER AKADEMIE. Er befasst sich mit Erfolgskonzepten für das Online-Marketing und Social Media. Der Workshop wird an diesem Tag drei Mal angeboten (jeweils 10:35, 11:45 und 14:30 Uhr).

Ganz besonders freue ich mich auf den Abend des 13. Februar. Um 18:30 Uhr ist Joachim Gauck zu einem öffentlichen Vortrag über das Thema Freiheit als Verantwortung mit anschließender Podiumsdiskussion zu Gast in der Stadthalle.

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Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung der Stadt Singen sowie die Kultur und Tourismus Singen mit dem Label Singen Congress. Der Vortrag von Joachim Gauck kann in Verbindung mit den Workshops gebucht werden. Anmeldungen für die Workshops unter der Telefonnummer 07731/85-554 oder per E-Mail an marketing.stadthalle@singen.de.

Social Media Revolution

Die Sammlung an beeindruckenden Zahlen und Fakten von Socialnomics zeigt das rasante Wachstum des Social Webs und visualisiert die “Revolution” im Internet.

 

 

Keep it short and simple

Die in deutschen Telefonzellen platzierten Schilder mit roter Aufschrift waren unübersehbar:

Fasse_dich_kurz

"Fasse dich kurz" mahnten sie bis in die 1970er Jahre.  Auch heute, weit nach der Blütezeit der gelben Fernsprechhäuschen gilt: "Brevity is the soul of wit". Im Deutschen sagen wir: "In der Kürze liegt die Würze". Bei Twitter gilt diese Devise bei maximal 140 Zeichen seit 2006. Waren Internet-Adressen vorher ellenlang, bestehen sie jetzt nur noch aus wenigen Buchstaben und Zahlen: http://bit.ly/jAwIpL Auch auf Facebook haben Beiträge mit 80 oder weniger Zeichen eine um 27% höhere Engagement Rate, hat eine Studie gezeigt. Hier wird einmal mehr deutlich, dass es eine Kunst ist, sich kurz zu fassen und zugleich verständlich und gut auszudrücken. "Keep it short and simple!", heißt die zeitlose Devise - erst recht in einer sich beschleunigenden Medienwelt.

Wie Mitarbeiterbindung funktioniert

Der Fachkräftemangel heizt den "War for talent" an – es liegt an den Unternehmen, sich möglichst einzigartig und glaubwürdig gegenüber potentiellen Bewerbern zu positionieren. Hier kommt die Arbeitgebermarke, neudeutsch auch "Employer Brand", ins Spiel.

Eine Maßnahme, die viele Unternehmen unterschätzen, ist die Bindung der bereits vorhandenen, qualifizierten Mitarbeiter. Dabei geht es nicht nur um Fluktuation. Mangelnde Bindung zeigt sich bereits in Verunsicherung, Identifikationsverlust, destruktivem Verhalten und passivem Widerstand.

Im April hat die Online-Stellenbörse JobScout24 knapp 1.200 Nutzer gefragt:

 "Womit könnte Ihr Arbeitgeber Sie am ehesten langfristig an sein Unternehmen binden?"

Mitarbeiterbindung

Ganz weit oben auf der Wunschliste der Befragten stehen mit knapp 40 Prozent gutes Arbeitsklima und Wertschätzung, gefolgt von leistungsgerechter Bezahlung mit gut 30 Prozent. Rang drei belegt Familienfreundlichkeit mit immerhin fast 11 Prozent. Mit jeweils rund 5 Prozent weit abgeschlagen sind dagegen Maßnahmen wie materielle Zusatzleistungen, z.B. in Form eines Firmenwagens, Weiterbildung oder auch Sozialleistungen.

Dem Zusammenspiel von Unternehmenskommunikation und Personalarbeit wird bei der Mitarbeiterbindung noch viel Beachtung zu schenken sein. Kommunikativ kann die Arbeitgebermarke durch zahlreiche Maßnahmen unterstützt und weiterentwickelt werden. Die Ziele Interner Kommunikation sind Information, Motivation, Identitätsstiftung und Integration sowie die nach außen wirkende Botschafterfunktion. Solange auf Einheitlichkeit und Glaubwürdigkeit geachtet wird, sind der Kreativität dabei kaum Grenzen gesetzt. Ein offenes, kommunikationsfreundliches Klima und eine professionell organisierte interne Kommunikation fördern den Austausch von Informationen, erleichtern interne Abläufe, schaffen eine motivierende Arbeitsumgebung und lösen positive Verhaltensänderungen aus.

 

Fach-PR: Welche Beitragsarten für Fachmedien in Frage kommen

Innovative Lösungen verständlich und nutzenorientiert darzustellen, komplexe Antworten auf den Punkt zu bringen, das ist die Aufgabe von Fach-PR in der technologieorientierten Investitionsgüterindustrie. Die professionell organisierte Pressearbeit eines Unternehmens vermeidet dabei Werbetexte und orientiert sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Redaktionen. Sie weiß auch, welche Beitragsarten für welche Medien in Frage kommen.

Fachjournalismus_fach-pr
Quelle. Manfred Weise: Die Genres – Fachjournalismus und Fach-PR mit unterschiedlichen Interessen, in: Günter Bentele: PR für Fachmedien. Professionell kommunizieren mit Experten, UVK 2006

So stellt sich zumindest die Theorie dar, aber es mangelt auch heute noch an der praktischen Umsetzung. Manche PR-Abteilungen oder PR-Agenturen lancieren Beiträge ganz bewusst unter dem Deckmantel Fachartikel, weil sie glauben, so schneller an Platzierungen in der Fachpresse zu gelangen. Nicht selten geht man dabei fälschlicherweise von einer mangelnden Skepsis beziehungsweise Kritikfähigkeit seriös arbeitender Fachredaktionen aus, die in aller Regel sehr wohl zwischen den gängigen Genres zu unterscheiden wissen.

Fachartikel, Anwenderbericht, Success Story und Produktbericht sind eigene Textsorten und werden, je nach PR-Strategie, für verschiedene Zwecke ein gesetzt. Ein Unternehmen sollte sich daher über die unterschiedlichen Bedeutungen der Beiträge und ihrer Verortung im journalistischen Koordinatensystem im Klaren sein.

Erst wenn dies der Fall ist und wenn feststeht, welche Rolle ein solcher Beitrag für die eigene PR-Arbeit einnimmt, werden Fehler vermieden. Dann ist die Gefahr gebannt, den sowieso schon unter Zeitdruck stehenden Redaktionen Beiträge wahllos nach dem Gießkannenprinzip anzubieten.

 

Lesen Sie dazu einen ausführlichen Beitrag von David Wolf.

Ortung des Weihnachtsmanns

Geolocation ist ein alter Hut, zumindest für NORAD (North American Aerospace Defense Command). Das ist eine gemeinsame Einrichtung der Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada. NORAD und seine Vorgängerorganisation CONAD (Continental Air Defense Command) begleiten den Weihnachtsmann auf seiner alljährlichen Reise seit 1955. Diese Tradition entstand aus einem Schreibfehler in einer Telefonnummer, mit der das Kaufhaus Sears Roebuck & Co. aus Colorado Springs für eine Weihnachtsmann-Hotline geworben hatte. Kinder, die diese Nummer anriefen, bekamen jedoch nicht den Weihnachtsmann ans Telefon, sondern wurden mit dem Stab des damaligen Oberbefehlshabers von CONAD verbunden. Der damalige Einsatzleiter, Colonel Harry Shoup, ließ daraufhin mit den Radarsystemen nach Anzeichen dafür suchen, dass der Weihnachtsmann seine Reise vom Nordpol in Richtung Süden angetreten hat. Jedem Kind, das bei NORAD anrief, wurde die aktuelle Position des Weihnachtsmanns durchgegeben – damit war eine Tradition geboren. Heute kann man sich die Route des Weihnachtsmanns nicht nur auf der NORAD-Website, sondern auch in Google Earth ansehen.
 

Ein Gespräch mit Berthold Leibinger

Berthold Leibinger hat aus einem kleinen schwäbischen Maschinenbauer eine technologisch führende Weltfirma gemacht. Sein Einfluss auf den Maschinenbau, der für den deutschen Exporterfolg so wichtig ist, und auf Unternehmen weit über die Branche hinaus kann kaum hoch genug eingeschätzt werden.

In seinem Lebensbericht erzählt er nun von seinen Wurzeln, seinen Erfolgen und seinen Überzeugungen.

Anlässlich der Buchpremiere in Stuttgart hatte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem früheren Chef und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden von Trumpf.

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ISO 26000: Was gesellschaftliche Verantwortung ist

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Corporate Social Responsibility (CSR) zählt zu den schillerndsten Begriffen der aktuellen Debatte um Wirtschafts- und Unternehmensethik. CSR ist ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen, das die Aspekte der Nachhaltigkeit aufnimmt und sich auf die drei Säulen Wirtschaft, Soziales und Umwelt stützt.

Angesichts der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise der Jahre 2008 und 2009 erfährt das Thema der sozialen Verantwortung von Unternehmen auch in der öffentlichen Diskussion zunehmende Aufmerksamkeit. Längst geht es dabei nicht mehr bloß um einen 'freiwilligen' Beitrag einzelner Unternehmen zu den ökologischen und sozialen Brennpunkten im Umfeld der Unternehmungen, sondern es rückt die Frage nach den Kriterien einer sozial verantwortlichen Geschäftspolitik der Unternehmen selbst in den Vordergrund.

Inwieweit eine Organisation ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt, kann unter anderem folgende Aspekte beeinflussen:

  • ihre Wettbewerbsfähigkeit
  • ihr Ansehen
  • ihre Fähigkeit, Erwerbstätige oder Mitglieder, Kunden, Auftraggeber oder Nutzer zu gewinnen bzw. zu binden
  • die Erhaltung von Arbeitsmoral, Einsatz und Leistung der Beschäftigten
  • die Einschätzung von Investoren, Eigentümern, Stiftern, Sponsoren und der Finanzwelt
  • ihre Beziehung zu Unternehmen, Regierungen, den Medien, Lieferanten, Partnern, Kunden und zur Gemeinschaft, in der sie tätig ist.

Die Komplexität der Materie und die stark auseinandergehenden Auffassungen über Inhalte und Normierbarkeit der angesprochenen Themenbereiche haben zu einem mühsamen Normungsprozess geführt, der sich über mehr als fünf Jahre erstreckt hat und an dessen Ende ein entsprechend komplizierter Text verabschiedet wurde. Mit der am 1. November von der internationalen Normungsorganisation ISO herausgebrachten Norm ISO 26000 Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung liegt eine Anleitung vor, die es Organisationen weltweit ermöglichen soll, ihre gesellschaftliche Verantwortung systematisch zu identifizieren und zu priorisieren. Der Leitfaden richtet sich an Unternehmen, aber auch an Nichtregierungsorganisationen oder öffentliche Einrichtungen, die ein Interesse daran haben, sich nach international breit akzeptierten Kriterien für gesellschaftliche Verantwortung zu richten.

Damit CSR überhaupt seine Wirkung entfalten kann, ist zuallererst die Glaubwürdigkeit der Aktivitäten ein wichtiges Element. Daher sollten Unternehmen nach Möglichkeit in der Lage sein, die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Managementverfahren zu berücksichtigen und über diese in einer sachgerechten und transparenten Form zu kommunizieren.

Das hierfür geeignete Instrumentarium ist stark vom Einzelfall abhängig und kann nicht starr vorgegeben werden.

Nein! - Doch! - Ohh! - 83 Prozent der Presseinformationen können Journalisten nicht verwenden

Vor einigen Jahren konnte ich die Teilnehmer meiner Seminare mit "10 Tipps für richtig schlechte Pressearbeit" immer wieder zum Nachdenken anregen. Eine Wiederveröffentlichung bei unternehmer.de im Oktober 2008 war nicht ganz unumstritten, wie die Kommentare zeigten. Dass diese bissigen "Tipps" auch heute noch in vollem Umfang topaktuell sind, hätte ich gerade auch deshalb nicht mehr zu glauben gewagt. Als Chefredakteur eines Fachmagazins bin ich durch das Verhalten bestimmter Unternehmen und PR-Agenturen in jüngster Zeit zwar selbst schon ins Grübeln gekommen. Vor kurzem hat ein Erfahrungsbericht des absatzwirtschaft-Chefredakteurs Christoph Berdi meine Befürchtungen bestätigt.

Doch dann, am 23. September 2010, wurde auf dem Kommunikationskongress in Berlin die Studie des Journalistenzentrums Wirtschaft und Verwaltung (JWV), dem PR-Bildungsträger des Deutschen Journalistenverbandes sowie von kommunalen und Nonprofit-Spitzenverbänden, und der Technischen Universität Dortmund vorgestellt. Sie übertraf meine Befürchtungen bei weitem.

Meine Reaktion auf die Ergebnisse war dieser Situation nicht ganz unähnlich:

Wie kam es zu dieser Reaktion? Fast die Hälfte der Presseinformationen, die täglich bei Journalisten eingehen, passen nicht zu deren Ressort! Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie, in der fast 2.000 Pressestellen und rund 1.200 Redaktionen simultan unabhängig voneinander auf Fragen über Arbeitsmethoden und das gegenseitige Rollenverständnis geantwortet hatten. Wie die Studie ergab, erhalten die befragten Redakteure tagesaktueller Medien im Schnitt mehr als 70 Presseinformationen am Tag. Davon erreichen 44 Prozent von vornherein das falsche Ressort und insgesamt 83 Prozent sind nach Angaben der befragten Redaktionen nicht verwendbar. Der Aufwand, sie auszusortieren, variiert größtenteils zwischen bis zu einer Stunde (28%) und zwei Stunden (22%), in einigen Fällen (8%) sogar noch länger.

Das Fazit: Kenntnisse journalistischer Methoden und Arbeitsbedingungen sind immer noch nicht im Know-how vieler PR-Schaffenden verankert. Presseinformationen pointiert inhaltlich auszurichten und treffsicher zuzustellen, ist aber wichtiger als deren Frequenz und Streuung nach dem Gießkannenprinzip.

Ähnliche Probleme sehe ich bereits jetzt bei Social Media, wo sich viele Anbieter noch weg von einer einseitigen Beschallung der Empfänger hin zum Dialog bewegen müssen, damit die Chance auch wirklich genutzt und Aktionismus vermieden wird. Nein! - Doch! - Ohh!

 

 

Social Media im Retro-Look

So hätte Werbung für YouTube in den 60er Jahren ausgesehen - ja, natürlich hätte, denn YouTube gibt es bekanntlich erst seit 2005. Die Werbeagentur Moma aus São Paulo transferiert YouTube mit diesem Retro-Konzept für ein Seminar mit dem Titel “everything ages fast” in die Swinging Sixties. Da dürfen natürlich das Motiv für Facebook und das Sujet für Twitter nicht fehlen.

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About

Inhaber der PR-Agentur DIE PR-KANZLEI am Bodensee (www.pr-kanzlei.de) und Lehrbeauftragter für PR, Marketing und Kommunikation an den Hochschulen München, Bamberg und Ravensburg.